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Entdecke jetzt die spannenden Artikel von love & peas!

In unserem Magazin findest du interessante Artikel rund um die Themen veganer LebensstilTierethik und Tierrecht. Natürlich bieten wir dir auch hilfreiche Informationen über die vegane Ernährung von Hunden und Katzen. Denn wie du bestimmt schon weißt, erhältst du in unserem Onlineshop pflanzliches und somit tierfreundliches Hunde- und Katzenfutter. Damit auch für deine Fellfreunde keine anderen Tiere leiden müssen.

Viel Spaß beim Lesen unserer Artikel wie z. B. diesen hier:

  • Was muss ich beachten, wenn ich meinen Hund vegan füttern will?
  • Über die Entwicklung des Veganismus, der Tierethik und der Tierrechtsbewegung
  • Was man über die vegane Ernährung von Katzen wissen sollte
  • Tolle Geschenkideen für Veganer und ihre Fellfreunde

Neue Artikel

Weihnachten und Silvester mit Hund und Katze – unsere Tipps für gelungene Feiertage mit deinem Fellfreund

Weihnachten und Silvester mit Hund und Katze – unsere Tipps für gelungene Feiertage mit deinem Fellfreund

Wir Menschen schauen den Festtagen meist recht freudig entgegen. Doch für Tiere wie Hunde und Katzen bergen sie einige Gefahren und können sehr anstrengend sein. Deshalb verraten wir dir in diesem Artikel, wie du bei Feierlichkeiten das Wohlbefinden deines Lieblings fördern und seine Risiken mindern kannst.

Allgemeine Ratschläge für deine Feste mit Katzen und Hunden

Besucher, ungewohnte Geräusche und fremde Gerüche – für unsere Vierbeiner ist eine Feier eine sehr stressige Angelegenheit. Sie benötigen darum unbedingt einen sicheren Rückzugsort, an den man sie am besten schon frühzeitig gewöhnt.
Stelle dazu das Bettchen deines Lieblings mit Wasser, etwas Futter und Spielzeug in einen separaten Raum oder eine ruhige Ecke der Wohnung.

Sorge insgesamt für möglichst viel Ruhe während der Feierlichkeiten, die nur im kleinen Kreis stattfinden sollten. Kuschle mit deinem Fellfreund, wenn ihm das Sicherheit vermittelt. Verhindere konsequent, dass er von jemandem bedrängt wird. Hunden helfen lange Spaziergänge dabei, Stress abzubauen.

Auch bei Partys gilt natürlich: giftige oder unverträgliche Lebensmittel wie z. B. Süßigkeiten musst du von deinem Tier fernhalten! Bitte ebenso die Gäste, Geschirr und Snacks nur außerhalb seiner Reichweite abzustellen.

Du solltest offenes Feuer vermeiden, denn die Verbrennungsgefahr ist einfach zu hoch. Verzichte zudem auf Sprühschnee, Duftöle und Giftpflanzen, da sie zu Schleimhautreizungen und Vergiftungen führen können.

Halte Geschenkbänder von Hunden und Katzen fern, sie könnten sich damit strangulieren.

Erinnere deine Gäste vehement daran, dass sie die Haustür jedes Mal sorgfältig schließen müssen. Hänge dazu auch ein Schild auf. Riskiere nicht das Entlaufen deines Tiers!

Ein sicheres Weihnachtsfest mit Hunden und Katzen

Stellst du dieses Jahr zum ersten Mal einen Weihnachtsbaum auf? Dann gib deinem Tier Zeit, sich an ihn zu gewöhnen. Grundsätzlich sollte es wegen der Unfallgefahr niemals unbeaufsichtigt in der Nähe des Baums sein. Das Wasser aus dem Christbaumständer kann zudem giftige Stoffe vom Tannenbaum enthalten und darf nicht getrunken werden.

Sichere den Baum unbedingt sehr gut. Verwende einen schweren und stabilen Ständer. Fixiere den Weihnachtsbaum zusätzlich mit einer Schnur an Wand oder Decke, damit er nicht umfallen kann.

Auch beim Weihnachtsschmuck ist Vorsicht geboten! Bitte nutze zur Dekoration des Baums und der Wohnung

  • kein Lametta
  • keine Glaskugeln
  • keine essbaren Elemente wie z. B. Zimtstangen und
  • keine Lichterketten!

Das Klirren der Kugeln erschreckt Hunde und Katzen häufig, an zerbrochenen Glaskugeln können sie sich verletzen. Lametta kann Darmverschlüsse verursachen und Trockengewürze als Baumschmuck können giftig sein. Das Knabbern an Lichterketten führt schlimmstenfalls zu einem tödlichen Stromschlag.

Heruntergefallene Tannennadeln solltest du rasch entfernen, denn ihre ätherischen Öle können zu Organschäden führen.

Eine entspannte Silvesterfeier mit Katzen und Hunden

Das Feuerwerk verängstigt viele Tiere und stellt somit eine besondere Herausforderung dar. Lasse deinen kleinen Freund auf keinen Fall damit alleine! Sondern bleibe ihm zuliebe unbedingt daheim und gib ihm Sicherheit, indem du diese selbst ausstrahlst. Verstärke seine Furcht bitte nicht durch extremes Zureden oder übertriebene Streicheleinheiten.

Um Licht und Lärm des Feuerwerks zu mildern, lasse die Rollläden oder Rollos herunter und ziehe die Vorhänge zu. Lege etwas Musik auf und lenke dein Tier mit Spielen und Leckerlis ab.

Gehe in der Zeit rund um Silvester nur noch angeleint mit deinem Hund spazieren. So verhinderst du, dass er sich durch ein Geräusch erschreckt und wegläuft. Die letzte Gassirunde am Silvesterabend findet vor Beginn des Feuerwerks statt, solang es noch ruhig ist. Sie sollte relativ lang sein, um deinen Hund auszulasten. Benutze in dieser Zeit am besten ein Sicherheitsgeschirr.

Freigänger-Katzen sollten an den Tagen rund um Silvester lieber zuhause bleiben. Beherzige das, auch wenn du glaubst, dass deiner Samtpfote das Feuerwerk nichts ausmacht! Sehr viele Katzenhalter irren sich hier laut TASSO und melden an Silvester ihre Katze als vermisst.

Schöne Festtage für alle

Mit unseren Tipps werden die Feiern bestimmt auch für dein Tier angenehm. Vielleicht möchtest du deinem Hund mit selbstgemachten Leckerlis eine Freude bereiten? Falls du noch Geschenke benötigst, findest du dazu übrigens tierfreundliche Ideen in unserem Artikel.
Wir wünschen dir und deinen Lieben frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und ein tolles neues Jahr!

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Tolle Geschenkideen für Veganer und ihre Fellfreunde

Tolle Geschenkideen für Veganer und ihre Fellfreunde

Die Weihnachtszeit naht! Das haben wir vom Onlineshop-Team zum Anlass genommen, um unsere besten Geschenktipps für dich zusammenzustellen. Durch diese Präsente bereitest du nicht nur deinen Liebsten eine Freude, sondern unterstützt zugleich tierfreundliche Unternehmen und Organisationen.
Wir wünschen dir viel Spaß beim Entdecken und Shoppen!

Wunderschöne Wandkalender vom Erdlingshof und Rüsselheim e. V.

Der Kalender vom Erdlingshof besteht aus stimmungsvollen Tiermotiven inkl. Infos über die liebenswerten Hofbewohner.  Auch der Jahreskalender von Rüsselheim e. V. zeigt tolle Bilder der geretteten Tiere und enthält darüber hinaus sogar 40 leckere vegane Rezepte!

Außergewöhnliches Konfekt von Das Bernsteinzimmer

Wer sie bereits probiert hat, liebt sie: die bio-veganen und mehrfach ausgezeichneten Pralinen und Schokoladen-Kreationen von Solvejg. In der Manufaktur werden aus hochwertigen Zutaten kleine Kunstwerke gefertigt, die genussvoll im Mund zergehen.

Lässige Statement-Shirts von Team Vegan

Die Mode des Shops ist nicht nur komplett vegan, sondern wird auch nachhaltig und fair produziert. Verarbeitet werden hier ausschließlich umweltfreundliche Materialien wie z. B. zertifizierte Bio-Baumwolle. Und die Shirts und Hoodies sehen so super aus, dass wir sie dir unbedingt zeigen müssen!

Detailgetreue Tierskulpturen von der Modellier-Fee

Conny modelliert von Hand aufwendig und liebevoll ihre Tierfiguren nach einer Fotovorlage. Sie fertigt sogar Miniaturen unserer geliebten Fellnasen an, die z. B. als Schmuckanhänger oder Ohrringe zum Einsatz kommen können. Eine ganz individuelle Geschenkidee für Tierfreunde!

Nachhaltige Naturkosmetik von PonyHütchen

Bei dieser handgemachten, veganen Kosmetik mit wertvollen Inhaltsstoffen wird auf synthetische Farb- und Konservierungsstoffe sowie Mikroplastik, Silikone und Parabene komplett verzichtet. Die farbenfrohen Verpackungen machen einfach gute Laune! Apropos Verpackungen: diese bestehen aus nachhaltigen Mehrwegtiegeln, wenn sie sich mal nicht komplett vermeiden lassen.

Inspirierende Coachings und Kurse auf dem Begegnungshof in der Espe

Lebewesen in Verbindung – so lautet das Motto des Lebens- und Begegnungshofs in Hattingen, der von Lexa geleitet wird. Die erfahrene Pädagogin und Sängerin bietet u. a. verschiedene Coachings sowie Kurse rund um Stimme und Klang an. Verschenke ein solches Erlebnis an jemanden, der die Verbindung zur Natur, sich selbst und den Tieren sucht.


Hilfreiche Tierpatenschaften von Flauschmenschen e. V.

Unterstützen kann man die wertvolle Arbeit des Vereins, der von unserem Onlineshop-Teammitglied Babette gegründet wurde, u. a. durch Tierpatenschaften. Eine Teilpatenschaft für ein Tier, das von Flauschmenschen e. V. gerettet wurde, ist schon ab 5 Euro monatlich möglich. Eine volle Patenschaft beginnt bei einem Monatsbeitrag von 29 Euro für ein Schaf oder eine Ziege.

Anpassbare Hundebetten von Buddy

Nachhaltig und fair in Deutschland produziert – das zeichnet die Hundebetten dieses Labels aus. Die robusten Betten werden aus recycelten PET-Flaschen angefertigt und sind waschbar. Ihre Schaumstoffflocken-Füllung bietet viel Stützkraft, zugleich kann die Füllmenge individuell an das Bedürfnis des Hundes angepasst werden.

Handgefertigte Hundeleinen und -geschirre von fox&nea

Die Schwestern Julia und Paula wünschten sich fair produziertes Hundezubehör aus nachhaltigen Naturmaterialien, das zudem beste Passform und ästhetisches Design miteinander vereint. So entstand ihr eigenes Unternehmen fox&nea, das sie nach ihren beiden Hunden benannt haben. In ihrem Shop bieten sie u. a. Geschirre und Leinen aus Nutzhanf mit Messingschnallen an.

Hübsches Zubehör für Hunde von Dog Filou’s

Die handgefertigten Produkte von Dog Filou’s bestehen aus Biostoffen und Naturmaterialien und werden sowohl regional als auch fair hergestellt. Auffallend ist ihre liebevolle und individuelle Gestaltung. Erhältlich sind z. B. Hundenäpfe und Leckerlidosen im Natur- oder Vintagedesign, kuschelige Spielzeuge und Bio-Duftkissen mit Lavendel zur Entspannung!

Beliebte Hunde-Weihnachtsbox – exklusiv in unserem Shop!

Auch dieses Jahr bieten wir wieder unsere tolle Weihnachtsbox an! Sie enthält verschiedene ausgewählte Leckereien, ein niedliches Hundespielzeug und weitere Überraschungen. Wenn du deinem Kampfschmuser zum diesjährigen Fest der Liebe etwas ganz Besonderes schenken willst, ist diese Box genau das Richtige! Sie ist ab dem 28. November erhältlich.

Übrigens: Unser Onlineshop unterstützt aktiv einige ausgewählte Tierschutzorganisationen und Lebenshöfe. Z. B. ermöglichen wir u. a. direkte Futterspenden für die Hoftiere!

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Speziesismus und Karnismus als Ursachen der Tierausbeutung

Speziesismus und Karnismus als Ursachen der Tierausbeutung

Noch immer werden unzählige Tiere von uns Menschen ausgebeutet, gequält und umgebracht – und all das vollkommen unnötig. Warum ist das so, was sind die dahinterliegenden Ursachen dieses Problems? Dies erfährst du in diesem Artikel.

Die diskriminierende Ideologie Speziesismus

Der Begriff Speziesismus wurde von dem Psychologen Richard Ryder bereits im Jahre 1970 geprägt, doch erst einige Jahre später durch den Ethiker Peter Singer populär. Singer definiert den Terminus Speziesismus als „ein Vorurteil oder eine Befangenheit gegenüber den Interessen von Mitgliedern der eigenen Spezies, gerichtet gegen die Interessen der Mitglieder anderer Spezies.“*

Das bedeutet, dass die Zugehörigkeit eines Wesens zu einer anderen Art als der des Homo sapiens von speziesistisch eingestellten Menschen als Grund dafür genommen wird, diese Wesen abzuwerten. So werden sie zugunsten des menschlichen Nutzens gequält und getötet. Die Diskriminierung von Lebewesen aufgrund deren Spezieszugehörigkeit ist somit ein Vorurteil, das die Ausbeutung von nichtmenschlichen Tieren zur Folge hat.

Singer verwendet den Terminus Speziesismus analog zu den Begriffen Rassismus und Sexismus. Denn auch rassistische oder sexistische Einstellungen führen dazu, dass Lebewesen aufgrund biologischer Eigenschaften diskriminiert werden. Da diese Eigenschaften jedoch keinerlei moralische Bedeutung haben, ist es selbstverständlich Unrecht, einem Wesen Leid zuzufügen oder es zu töten, nur weil es nicht der eigenen Art angehört.

Nach Singer muss die Rücksichtnahme auf die Interessen eines Wesens nach dem Gleichheitsprinzip auf alle Lebewesen ausgedehnt werden – unabhängig davon, welches Geschlecht oder welche Hautfarbe dieses Lebewesen hat und ob es menschlich oder nichtmenschlich ist.

Karnismus – die Psychologie des Fleischessens

Die Sozialpsychologin Dr. Melanie Joy entwickelte die Theorie des Karnismus, der Psychologie des Fleischessens. Hierbei handelt es sich um eine Ideologie, die besagt, es sei normal, notwendig und natürlich, Tierprodukte zu konsumieren. Diese Ideologie stellt ein – für uns unsichtbares – gesellschaftliches Glaubenssystem dar, das kulturell geprägt ist. Durch unsere Überzeugungen haben wir keine Empathie für die ausgebeuteten Tierarten übrig und sind teilnahmslos gegenüber ihrem Leid.

Zudem gibt es einige Verteidigungsmechanismen, die dies verstärken und aufrechterhalten. Die Werbung suggeriert uns eine vermeintlich heile Welt bei der Erzeugung von Tierprodukten, die im Verborgenen stattfindet. Außerdem werden die Tiere nicht mehr als Individuen wahrgenommen. Wir nehmen dadurch das Tier, das für das Fleisch, die Eier oder die Milch gelitten hat, nicht mehr als solches wahr – gesehen wird nur noch die Ware oder die Mahlzeit. Und das, obwohl die meisten Menschen sich unwohl dabei fühlen, Tieren Leid zuzufügen. Zudem existieren einige Mythen, durch die die Tierausbeutung gerechtfertigt werden soll. Es wird z. B. behauptet, Fleisch zu essen sei natürlich und notwendig. Gut Informierte wissen, dass das nicht stimmt; wir benötigen gar keine Tierprodukte.

Die Basis des Karnismus ist die Gewalt gegen Tiere. Die soziale Norm, nichtmenschliche Lebewesen zu essen und auf ihren Nutzen für uns zu reduzieren, verhindert, dass wir diese Grausamkeit hinterfragen. Sie verhindert, diese ethische Problematik und die maßlose Ungerechtigkeit, die damit verbunden ist, zu sehen.

Doch man kann sich dessen bewusst werden – und erkennen, dass es nur gerecht ist, tierfreundlich zu konsumieren. Denn wir benötigen keine Tierprodukte und wollen selbst auch nicht ausgebeutet werden!

Tiere sind nicht für uns da, sondern mit uns hier!

Nur weil uns diese diskriminierenden Ideologien geprägt haben, bedeutet das nicht, dass wir weitermachen müssen wie bisher. Im Gegenteil: Wenn wir uns dieser Mechanismen bewusst sind, können wir uns ihnen entziehen und es in Zukunft besser machen. Indem wir Tierausbeutung vermeiden und vegan leben!

Da Tiere auch unter der Produktion von konventionellem Tierfutter für Hunde und Katzen leiden, solltest du auch über eine vegane Ernährung deiner Fellfreunde nachdenken. In unserem Shop findest du eine große Auswahl rein pflanzlicher Futtermittel.

*Zitat-Quelle:
Singer, Peter: Befreiung der Tiere. Eine neue Ethik zur Behandlung der Tiere. Übers. v. Elke vom Scheidt. München: Hirthammer, 1982, S. 26.

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4 gute Gründe für die vegane Ernährung von Hunden und Katzen

4 gute Gründe für die vegane Ernährung von Hunden und Katzen

Für die meisten Menschen ist es leider noch immer undenkbar, keine Tierprodukte zu konsumieren. Und das trotz der Tatsache, dass Dank allen verfügbaren Informationen und dem riesigen Markt an pflanzlichen Produkten heute kein vegan Lebender auf irgendetwas verzichten muss.
Selbst viele Veganer haben massive Vorbehalte gegenüber einer pflanzlichen Ernährung, wenn es um ihre Haustiere geht. Unserer Meinung nach beruht das auf Vorurteilen, die verhindern, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.
Darum wollen wir Dir nun vier gute Gründe dafür nennen, auch Deine Hunde und Katzen rein pflanzlich zu füttern.

1. Jedes Tier hat das Recht auf ein Leben ohne Ausbeutung

Den sogenannten „Nutztieren“ wird durch die Erzeugung von Tierprodukten erhebliches Leid angetan – und das, obwohl wir alle sehr gut ohne diese Waren auskommen. Auch die Tierhaltung in Biobetrieben macht leider keinen wesentlichen Unterschied. Und am Ende steht immer die Tötung eines empfindungsfähigen Wesens, das leben wollte.
Nur der Boykott dieser Industrie durch eine vegane Lebensweise kann etwas daran ändern. Inzwischen ist bekannt, dass auch Hunde und Katzen keine Nährstoffe tierischer Herkunft benötigen. Es gibt ein großes Angebot gesunder und hochwertiger veganer Futtermittel, Leckerlis  usw.
Es gibt somit keinen Grund mehr, weiterhin andere Lebewesen für unsere geliebten tierischen Freunde unnötig leiden zu lassen.

2. Pflanzliche Ernährung ist auch für Hunde und Katzen gesund

Moderne rein pflanzliche Futtersorten, umfassende Informationen und ggf. eine professionelle Beratung ermöglichen die vegane Ernährung von Haustieren wie Hunden und Katzen. Aussagen wie z. B. „Hunde brauchen Fleisch“ sind ernährungsphysiologisch längst widerlegt worden.
Bei einigen Erkrankungen oder auch Futtermittelallergien kann vegane Ernährung zudem sehr hilfreich sein und gesundheitliche Probleme oft lindern oder gar beseitigen. Wichtig ist hierbei (genau wie bei uns Menschen), sich großes Wissen darüber anzueignen und sich bei Bedarf von Spezialisten auf diesem Gebiet Unterstützung zu holen.
Wir von love & peas können Dir diesbezüglich von Herzen den Tierarzt Dr. med. vet. Uwe Romberger empfehlen, der auf die vegane Ernährung von Hunden spezialisiert ist.

3. Die vegane Lebensweise ist umweltfreundlich

Waren tierischer Herkunft sind nicht nur mit unermesslichem Leid und zahlreichen Grausamkeiten verbunden, sondern schädigen auch die Umwelt.
U. a. vergeudet ihre Erzeugung Ressourcen wie z. B. Wasser und Energie, sie verunreinigt die Böden und führt zur Abholzung des Regenwaldes. Auch die Entwaldung und Klimaschädigung gehören zu ihren Folgen, zudem zerstört man so den globalen Wasser- und Sauerstoffkreislauf. Das Aussterben vieler Tier- und Pflanzenarten hängt ebenfalls damit zusammen.
Darüber hinaus verschwendet die Herstellung nicht-veganer Produkte massiv Pflanzennährstoffe, weil diese sozusagen den „Umweg“ über das Tier nehmen. Vernünftiger und nachhaltiger ist es selbstverständlich, auf diese zu verzichten und direkt pflanzliche Kost zu sich zu nehmen. Das gilt natürlich ebenso für unsere Hunde und Katzen.

4. Tierprodukte verstärken das Welthungerproblem

Der Konsum von tierischen Produkten verschärft das riesige Welthungerproblem zusätzlich. Und natürlich ist das ganz unabhängig davon der Fall, ob es sich hierbei um Lebensmittel für den menschlichen Verzehr oder z. B. um Hundefutter handelt.
Denn man importiert Futtermittel für die kommerzielle Tierhaltung aus Regionen, in denen die Menschen sowieso schon aus verschiedenen Gründen unter Hunger leiden.
Ebenso nimmt man ihnen durch den Anbau von Soja oder Getreide zum selben Zweck darüber hinaus die Möglichkeit, diese Flächen anderweitig zu nutzen. Weil die Anbauflächen und Ressourcen für die Herstellung von Tierprodukten vergeudet werden, nimmt man der dortigen Bevölkerung so die Chance, pflanzliche Lebensmittel anzubauen.
Unsere Konsum- und Ernährungsgewohnheiten sind somit ein maßgeblicher Faktor, der das Ende des Hungerproblems in weite Ferne rücken lässt. Würden wir stattdessen vegan leben und auch unsere tierischen Freunde daheim pflanzlich ernähren, wäre eine Lösung in Sicht. Dann würden Ressourcen geschont und keine Pflanzen und Anbauflächen mehr vergeudet, sodass genug Lebensmittel zur Verfügung stünden.

Veganes Tierfutter hat einige Vorteile

Wie Du siehst, macht es durchaus Sinn, auch Haustiere rein pflanzlich zu ernähren. Vor allem Hunde vermissen auch nichts, wenn sie vegan ernährt werden. Denn ihnen schmeckt ihr pflanzliches Futter sehr gut!
Zudem ist es schlicht und einfach konsequent. Denn wie sollen die Tierausbeutung und die weiteren negativen Folgen von tierischen Produkten gestoppt werden, wenn diese ohne Notwendigkeit weiterhin für die Versorgung von Hunden und Katzen konsumiert werden?

Weitere ausführliche Informationen zu diesem Thema findest Du in den Artikeln „Was muss ich beachten, wenn ich meinen Hund vegan füttern will?“ und „Welche Erfahrungen machen Tierärzte mit veganer Hundeernährung?“.

Denkst Du bereits darüber nach, Deinen Fellfreund vegan zu füttern oder tust Du das vielleicht sogar schon? Schreibe uns dazu gern ein Kommentar.

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Die tierethischen Theorien von Peter Singer, Tom Regan und Albert Schweitzer

Die tierethischen Theorien von Peter Singer, Tom Regan und Albert Schweitzer

Der umstrittene australische Ethiker Peter Singer gilt als einer der wichtigsten Begründer der modernen Tierethik und der Tierrechtsbewegung. Das liegt vor allem an seinem 1975 erschienenen Werk Animal Liberation. Dieses Buch prägte die Diskussion über den moralischen Status von Tieren entscheidend und machte den Begriff Speziesismus populär.

Singers konsequentialistische Nutzethik ist eine zweckorientierte Ethik. Eine Handlung wird einzig danach beurteilt, welche Folgen sie hat – und zwar für alle, die von ihr betroffen sind. Der Präferenzutilitarismus (lat. utilitas; Nutzen, Vorteil) Singers soll die individuellen Interessen der Betroffenen fördern und nicht etwa nur das Gemeinwohl vergrößern.

Relevant ist für Singer, dass ein Wesen Präferenzen hat und nicht etwa, welche sonstigen Fähigkeiten es besitzt. Hat ein Lebewesen Interessen (z. B. Schmerzen zu vermeiden, wie es bei allen leidensfähigen Wesen der Fall ist), sind diese zu berücksichtigen und in die moralische Entscheidung für oder gegen eine Handlung mit einzubeziehen.

Für Singer ist nicht wichtig, um wessen Präferenzen es sich handelt, sondern nur der Umstand, dass ein Individuum diese hat. Tierliche Präferenzen sind im gleichen Maße zu berücksichtigen wie menschliche Interessen, denn die diskriminierende Ideologie Speziesismus ist abzulehnen. Denn ebenso wie Rassismus und Sexismus wertet er andere Lebewesen willkürlich aufgrund biologischer Eigenschaften ab. Die Spezieszugehörigkeit eines Wesens rechtfertigt jedoch nicht, seine Interessen zu ignorieren, es zu quälen und zu töten.

Tom Regan – von Menschenrechten zu Tierrechten

Auch der US-Amerikaner Tom Regan veröffentlichte 1983 mit The Case for Animal Rights einen Klassiker der Tierrechtsbewegung und ist mit Singer einer der bedeutendsten Tierethiker. In seinem Buch vertritt er eine abolitionistische (engl. abolition; Abschaffung, Aufhebung) Tierrechtsposition, die jegliche Nutzung empfindungsfähiger Lebewesen durch den Menschen ablehnt.

Seine Theorie der Tierrechte basiert einerseits – wie bei Singer – auf der Empfindungsfähigkeit von Lebewesen. Doch Regan lehnt andererseits die utilitaristische Ethik Singers ab. Denn diese ermöglicht unter bestimmten Umständen eben doch, dass einem Wesen durch eine Handlung Schaden zugefügt wird.

Regans Theorie verhindert das, indem sie jedem Individuum gleichermaßen einen inhärenten Wert zuspricht, der unabhängig von dessen Merkmalen und Fähigkeiten ist. Alle Individuen haben dasselbe Recht auf eine respektvolle Behandlung, die ihrem innewohnenden Wert entspricht.

Sein Rechte-Ansatz ist nicht auf menschliche Wesen begrenzt, da es hierfür keine schlüssige Begründung gibt. Denn jedes Lebewesen ist ein empfindendes Subjekt eines Lebens, „eine bewusste Kreatur mit einem individuellen Wohl, das für uns von Bedeutung ist“*. Das ist für ihn die entscheidende Gemeinsamkeit, die wir alle teilen. Und darum dürfen wir laut Regan auch Tieren nicht ihr Recht auf Leben, körperliche Unversehrtheit und Freiheit nehmen. Denn wir respektieren andere Lebewesen, indem wir ihre Rechte achten.

Albert Schweitzers biozentrische Lehre der Ehrfurcht vor dem Leben

Der bekannte Humanist und Universalgelehrte Albert Schweitzer begreift nichtmenschliche Lebewesen als unsere Mitgeschöpfe, die ebenso mit Lebenswillen ausgestattet sind wie wir Menschen. Er vertritt die Ansicht, das menschliche Leben selbst solle nur als ein Teil der gesamten Lebendigkeit dieser Welt betrachtet werden.

Als er seinen eigenen Willen zum Leben durch Selbsterfahrung erkennt, spürt er zugleich die Angst vor der Vernichtung dieses Willens. Diese Gedanken, die auf dem Gebot Jesu Liebe deinen nächsten wie dich selbst beruhen, weitete er auch auf andere Leben aus. Eins seiner bekanntesten Zitate stellt zugleich die Basis seiner Ethik dar. Es lautet: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“*

Schweitzers Maxime Ehrfurcht vor dem Leben beantwortet die Frage nach dem ethisch richtigen Umgang mit Tieren. Denn sie verdeutlicht, dass das gesamte Leben und alles Lebendige in moralische Entscheidungen mit einzubeziehen ist. Gott als Schöpfer von allem Lebendigen wird als das Leben selbst verstanden. Er will das Leben, welches er selbst geschaffen hat, denn alles andere wäre ein Widerspruch in sich.

Nach Schweitzers Pflichtethik gilt es als gut, Leben zu erhalten und zu fördern und als schlecht, Leben zu hemmen und zu zerstören. Wir sollen vermeiden, unnötiges Leid zu erzeugen und einen achtsamen und respektvollen Umgang mit all unseren Mitlebewesen pflegen, deren Wert wir erkannt haben.

Tierethik versus Empathie

Wie du siehst, gibt es in der Tierethik ganz unterschiedliche Ansätze. Zwei weitere Theorien stellen wir dir in unserem Artikel zu Hans Jonas und Arthur Schopenhauer vor. Wenn du mehr über dieses Thema erfahren willst, kannst du in dieser Masterarbeit über ethischen Veganismus die Theorien genau nachlesen.
Doch natürlich braucht es keine tierethischen Theorien, um zu erkennen, dass wir anderen kein unnötiges Leid zufügen sollten. Mitgefühl mit allen Lebewesen zu haben reicht aus, um dies zu erkennen. Wer wirklich ein empathischer Mensch ist, wird zwangsläufig vegan leben.
Auch die vegane Ernährung von Hunden und Katzen ist sehr sinnvoll und verringert Tierleid. Unser Onlineshop bietet ein großes Sortiment rein pflanzlicher Futtersorten und Leckerlis u. v. m.

*Zitate-Quellen:
Regan, Tom: „Wie man Rechte für Tiere begründet.“ In: Naturethik. Grundtexte der gegenwärtigen tier- und ökoethischen Diskussion. Hrsg. v. Angelika Krebs. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1997, S. 42.
Balsiger, Max U.: Albert Schweitzers Ethik des Lebendigen: „Leben inmitten von Leben“. Zürich: Theologischer Verlag, 2007, S. 21.

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Die tierethischen Theorien von Arthur Schopenhauer und Hans Jonas

Die tierethischen Theorien von Arthur Schopenhauer und Hans Jonas

Die Moralphilosophie Arthur Schopenhauers basiert auf dem Affekt Mitleid. Im heutigen Sprachgebrauch kann der schopenhauersche Begriff Mitleid als Empathie verstanden werden. Als die Fähigkeit und Bereitschaft also, sich in andere einzufühlen und z. B. ihre Emotionen und Motive zu erkennen und mit ihnen mitempfinden zu können.

Moralisch handeln wir nach Schopenhauer nur dann, wenn unsere Handlungen altruistisch sind. Das Mitleid ist für ihn der einzige Grund, uneigennützig zu handeln. Doch dafür ist nicht zwingend notwendig, dass wir wirklich Mitleid verspüren. Vielmehr ist es für Schopenhauer die Basis des Grundsatzes, niemandem Leid zuzufügen.

Eine Handlung, die moralischen Wert besitzt, ist für Schopenhauer durch das Wohl und Wehe eines anderen Lebewesens motiviert. Dessen Wohl muss mein Handlungsmotiv sein – und zwar genauso unmittelbar, wie mein eigenes Wohl bei nicht-moralischen Handlungen der Grund für mein Tun ist.
Sein moralischer Grundsatz lautet dementsprechend: Neminem laede; imo omnes, quantum potes, juva. Das bedeutet übersetzt: Verletze niemanden; vielmehr hilf allen, soweit du kannst. Nach Schopenhauers Mitleidsethik sind wir genau dazu verpflichtet.

Da die Ethik Schopenhauers auch nichtmenschliche Lebewesen ausdrücklich in die Moral miteinbezieht, ist auch ihr Wohlergehen zu berücksichtigen. Auch sie sind moralische Objekte. Zudem sieht er keinen absoluten und radikalen Unterschied zwischen Tieren und Menschen.
Tiere sollen nicht wie Dinge behandelt werden, da sie nicht zum Nutzen des Menschen existieren. „Mitleid mit Tieren hängt mit der Güte des Charakters so genau zusammen, dass man zuversichtlich behaupten darf, wer gegen Tiere grausam ist, könne kein guter Mensch sein.“*, so Schopenhauer.

Für ihn sind allerdings nur die leidenden Individuen als solche moralisch relevant. Darum spricht er sich seinerzeit sogar gegen den Vegetarismus aus. Doch damals wusste man noch nicht, dass Menschen problemlos auf Fleisch und andere Tierprodukte verzichten können. Seine Mitleidsethik verbietet den Konsum leidvoll erzeugter Waren von Tieren – denn heutzutage ist die Produktion und die Tötung mit dem Leid nichtmenschlicher Tiere untrennbar verbunden.

Hans Jonas‘ Prinzip der Verantwortung und die Würde der Kreatur

Die Verantwortungsethik von Hans Jonas ist eng verbunden mit dem Begriff der technologischen Zivilisation, da die Technik fast alle Bereiche des Lebens beeinflusst. Durch das technische Eingreifen des Menschen wird die Natur verletzlich. Denn die moderne Technik ist ausgerichtet auf die Zukunft, auf immer neuen Fortschritt. Dies führt jedoch häufig zu vielen problematischen Folgen wie z. B. dem Verbrauch der Naturressourcen und natürlich zu extremem Tierleid.

Da die Natur durch den technischen Fortschritt stark gefährdet ist, erwägt Jonas, ob der Natur selbst ein sittliches Eigenrecht zukommt. Er geht davon aus, dass die Natur Werte besitzt. Diese leitet er aus ihren Zwecken ab. Da die Hervorbringung des Lebens und das Leben selbst der Zweck aller Zwecke der Natur darstellt, existiert die Natur zur Erfüllung dieses Zwecks. Und wenn die Natur Zwecke hat, dann besitzt sie auch Werte. Nach Jonas sind die Menschen dazu verpflichtet, dem zuzustimmen, denn es ist unmöglich, die Zwecke der Natur zu verneinen.

Das moralisch Gute definiert Jonas als „dasjenige, dessen Möglichkeit die Forderung nach seiner Wirklichkeit enthält und damit zu einem Sollen wird.“* Das Sollen leitet sich aus dem Guten an sich her. Damit das Gute realisiert werden kann, muss der Wille gegeben sein, der Forderung des Guten nach seiner Wirklichkeit zu entsprechen. Umgesetzt wird es durch das Handeln. Das erreichbare, mögliche Gute appelliert an die Menschen. Sie besitzen ein Gefühl der Verantwortlichkeit. Jonas definiert Verantwortung als „die als Pflicht anerkannte Sorge um ein anderes Sein.“*

Auch Tiere besitzen einen Eigenwert, denn auch sie streben Zwecke an. Einen Wert haben Kreaturen dann, wenn sie um ihrer selbst Willen zu respektieren sind; sie dürfen dann nicht mehr als bloßes Mittel angesehen werden. Nichtmenschliche Lebewesen haben somit eine Würde. Ihr Wohlbefinden ist darum moralisch zu berücksichtigen, was jedoch in der Tierprodukte-Industrie generell missachtet wird. Doch Tieren darf weder unnötiges Leid zugefügt werden, noch darf man sie töten. Und das lässt sich nur durch die vegane Lebensweise realisieren.

Gelebtes Mitgefühl führt zum Veganismus

Wie du in diesem und dem Artikel zu den Theorien von Singer, Regan und Schweitzer gesehen hast, gibt es verschiedene tierethische Ansätze. Wenn du Genaueres über diese Theorien erfahren willst, kannst du sie in der Masterarbeit über ethischen Veganismus nachlesen.
Doch wer ein wahrhaftig mitfühlender Mensch ist, wird sowieso keinem Lebewesen unnötiges Leid zufügen wollen. Und dazu benötigen wir keine tierethischen Theorien, so interessant diese auch sein mögen. Wer Tiere nicht abwertet, weil sie keine menschlichen Wesen sind, wird früher oder später vegan leben.
Auch für die Herstellung von konventionellen Futtermitteln leiden Tiere. Darum ist es sinnvoll, auch Hunde und Katzen vegan zu ernähren. Informationen dazu findest du u. a. in unserem Artikel zu veganer Hundeernährung.

*Zitate-Quellen:
Schopenhauer, Arthur: Preisschrift über die Grundlage der Moral. Mit e. Einl., Bibliogr. u. Reg. Hrsg. v. Hans Ebeling. Hamburg: Meiner, 1979, S. 139.
Jonas, Hans: Technik, Medizin und Ethik. Zur Praxis des Prinzips Verantwortung. Frankfurt a. M.: Insel Verlag, 1985, S. 153.
Jonas, Hans: Technik, Medizin und Ethik. Zur Praxis des Prinzips Verantwortung. Frankfurt a. M.: Insel Verlag, 1985, S. 391.

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Wie du die vegane Ernährung deiner Katze praktisch umsetzen kannst

Wie du die vegane Ernährung deiner Katze praktisch umsetzen kannst

In unserem ersten Artikel über vegane Ernährung von Katzen hast du bereits erfahren, dass auch sie rein pflanzlich gefüttert werden können. Denn bei der pflanzlichen Ernährung der Samtpfoten müssen dieselben drei Anforderungen erfüllt werden wie bei Hunden: Akzeptanz, Verdaulichkeit und Bedarfsdeckung. Und das kann auch bei Katzen erreicht werden, auch wenn aus Mangel an Erfahrungen und einschlägigen Studien meist das Gegenteil behauptet wird.

Allerdings ist die praktische Umsetzung der veganen Fütterung bei Katzen tatsächlich komplizierter als bei Hunden. Die Bedarfsdeckung ist bei ihnen schwieriger zu gewährleisten. Und auch ihre sehr ursprünglichen Ernährungsgewohnheiten können hier zu Problemen führen.
Wie du es dennoch schaffen kannst, deine Katze pflanzlich zu ernähren, erfährst du in diesem Artikel.

Informiere dich umfassend über vegane Katzenernährung und nutze spezialisierte Beratungen

Wenn es Katzen an wichtigen Nährstoffen mangelt, kann das sehr schnell zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen! Es gibt sowohl einige vegane Futtermittel, die für Katzen entwickelt wurden, als auch Nahrungsergänzungsmittel wie z. B. Algenöl, die dem Futter hinzugefügt werden können. Doch das allein sichert nicht ab, dass Katzen durch die pflanzliche Nahrung bedarfsdeckend versorgt werden.

Darum ist es unerlässlich, sich gründlich zu informieren und die vegane Ernährung der Katze sehr gut zu planen. Dabei kann natürlich Fachliteratur sehr hilfreich sein, beispielsweise die Artikel des Tiermediziners Andrew Knight, der Experte auf diesem Gebiet ist.
Auch das neue Unternehmen More than Vood, bei dem es bald bedarfsdeckendes, veganes Katzenfutter geben wird, bietet künftig wertvolles Informationsmaterial zu diesem Thema.

Wir raten zudem ausdrücklich zu einer Rationsberechnung bzw. -überprüfung durch einen Tierarzt, der auf die vegane Fütterung von Katzen spezialisiert ist. Die Rationsberechnung gilt als die beste und bewährteste Methode zur Prüfung der Deckung des Nährstoffbedarfs. So werden Mangelerscheinungen und ernährungsbedingte, gesundheitliche Probleme vorhindert.
Eine solche individuelle Rationsberechnung und Beratung kannst du z. B. bei DietPet bekommen. Diese Berechnungen basieren auf den Bedarfszahlen, die in Nutrient requirements of dogs and cats, einem Standardlehrwerk für angehende Veterinäre sowie für Spezialisten für Tierernährung von Hunden und Katzen, genannt werden. Es enthält genaue Aufschlüsselungen dazu, wie viel von jedem Nährstoff ein Tier in verschiedenen Leistungsstadien benötigt. Durch diese Informationen konnten Programme entwickelt werden, die den individuellen Bedarf eines bestimmten Tiers ermitteln. Hierbei werden z. B. das Alter, der Gesundheitszustand und evtl. Besonderheiten mitberücksichtigt.

Wie du die Ernährung deiner Katze auf veganes Futter umstellst

Derzeit ist es leider noch nicht möglich, Kitten komplett vegan zu ernähren. Doch wenn du anstrebst, deine Jungkatze in der Zukunft vegan zu ernähren, solltest du ihr bereits jetzt ein klein wenig pflanzliches Futter anbieten. So kannst du sie schon früh an den Geschmack gewöhnen. In der Sozialisierungsphase (8.-12. Lebenswoche) findet nämlich auch die Futterprägung statt.

Bei ausgewachsenen Katzen sollte der Prozess der Futterumstellung unbedingt sehr langsam und behutsam erfolgen. Druck und Stress sind hier völlig fehl am Platz! Es wird mindestens zwei bis drei Wochen dauern, bis die Umstellung erfolgt ist. Auch kleine Fortschritte zählen! Wenn du neben Nassfutter auch Trockenfutter anbietest, solltest du übrigens erst eine der beiden Futterarten umstellen und die andere vorerst beibehalten.

In der Umstellungsphase fütterst du anfangs z. B. ein Viertel des neuen, veganen Futters und drei Viertel der gewohnten Futtersorte. Den Anteil des neuen Futters steigerst du nach und nach, bis die Futterumstellung zu 100 % realisiert worden ist.

Wenn deine Katze das Futter dennoch nicht gut annimmt, kannst du seinen Geschmack verbessern. Achte darauf, dass es Zimmertemperatur hat, damit sich sein Aroma besser entfalten kann. Zusätzlich kannst du natürliche Geschmacksverstärker wie Hefeflocken oder Nori-Algen hinzufügen. Auch etwas Kokosflocken, Räuchertofu oder Sojamilch machen das Futter schmackhafter.

FAQ zur veganen Katzenernährung

Womit kann ich meine Katze füttern?

Entweder fütterst du nur Feuchtfutter oder bietest zusätzlich dazu noch einen Teil Trockenfutter an. Als Nassfutter kommen Fertigfutter oder selbstgekochte Rationen infrage.

Woraus sollten die veganen Futterrationen bestehen?

Eine Ration sollte aus hochwertigen Proteinen, gesunden pflanzlichen Fetten, einer geringen Menge Kohlenhydraten und Gemüse bestehen und – sobald verfügbar – einem guten Komplettsupplement.
Isolate aus Hülsenfrüchten wie Soja oder verarbeitete Produkte wie z. B. Tofu sind gut zur Deckung des Proteinbedarfs geeignet.
Passende Öle sind z. B. Nachtkerzen- und Hanföl mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren (diese dürfen allerdings nicht erhitzt werden).

Welches gute Komplettsupplement gibt es für Katzen?

Für Hunde gibt es bereits Pulver mit allen notwendigen Nährstoffen. Durch diese werden die selbstgekochten Rationen bedarfsdeckend.
Leider gibt es noch kein solches empfehlenswertes Produkt für Katzen, es wird aber daran gearbeitet. Bis auf weiteres müssen ggf. mehrere Nahrungsergänzungsmittel zu den Futterrationen hinzugefügt werden.

Wie stelle ich fest, ob meine vegan ernährte Katze gesund ist?

Bei selbstgekochtem Futter kann nur durch die Rationsüberprüfung zuverlässig festgestellt werden, ob alle Nährstoffe ausreichend enthalten sind.
Bei sogenannten Alleinfuttermitteln besteht leider das Risiko einer falschen Deklaration durch den Hersteller. Bitte ihn daher am besten um die Produktanalyse und lasse diese auf Bedarfsdeckung prüfen.

Durch ein Blutbild kann die Qualität der Ernährung nicht sicher bestimmt werden! Denn abweichende Blutwerte können als Mangel oder Überschuss fehlgedeutet werden, obwohl eine Krankheit sie verursacht hat.

Zur Überprüfung des Gesundheitszustandes sind große Blutbilder jedoch sinnvoll. Zudem sind Organwerte wie z. B. die der Nieren oder der Schilddrüse hilfreich, da man ggf. das Futter an diese anpassen sollte.

Bitte beachte ganz besonders, dass deine Katze alle essentiellen Stoffe wie Taurin, Vitamin A, Vitamin D, Arachidonsäure, Arginin und Niacin erhält. Mehr zu den einzelnen Nährstoffen und ihrer Funktion erfährst du in diesem Artikel über vegane Ernährung bei Katzen.

Quelle: Workshop zu veganer Hunde- und Katzenernährung von More than Vood am 22.09.22.

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Was muss ich beachten, wenn ich meinen Hund vegan füttern will?

Was muss ich beachten, wenn ich meinen Hund vegan füttern will?

Warum es sinnvoll ist, auch seine Haustiere rein pflanzlich zu ernähren, kannst Du in unserem Blogartikel „4 gute Gründe für die vegane Ernährung von Hunden und Katzen“ nachlesen.

In diesem Artikel erhältst Du nun ausführliche Ratschläge von der Tierärztin Lisa Walther zur veganen Fütterung von Hunden. Sie beantwortet folgende Fragen:

  • Wie kann man herausfinden, ob das vegane Fertigfutter bedarfsdeckend ist?
  • Was muss man beachten, wenn man die veganen Futterrationen für seinen Hund selbst zubereiten will?
  • Wie kann man feststellen, ob der vegan ernährte Hund gesund ist?

Ein ausführlicher Ratgeberartikel der Tierärztin Lisa Walther über die rein pflanzliche Hundeernährung

In Deutschland ernähren sich 1,41 Millionen Menschen vegan (Stand 2020). Sie verzichten komplett auf den Konsum tierlicher Produkte. Dem eigenen Vierbeiner seine tägliche Fleischportion zuzubereiten, fällt vielen Veganern sehr schwer. Immer häufiger wird deshalb auf rein pflanzlich zusammengesetzte Futtermittel zurückgegriffen oder gar selbst der grüne Kochlöffel geschwungen. Doch ist eine vegane Ernährung unserer Lieblinge überhaupt möglich und worauf sollte man dabei achten?

Entgegen der Meinung vieler Kritiker ist es durchaus machbar, einen Hund vegan zu ernähren, ohne dass dieser einen Mangel erleidet. Mittlerweile ist die Zusammensetzung vieler pflanzlicher Rohstoffe gut erforscht. Die Nährstoffe, die ein Hund zum Überleben braucht, sind fast alle auf natürliche Weise verfügbar. Trotzdem ist es wichtig, die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse seines vierbeinigen Begleiters zu kennen. Sowohl bei der Fütterung eines Fertigfutters als auch bei der eigenen Rationsgestaltung kann man viele Fehler machen, die im schlimmsten Fall gesundheitliche Auswirkungen haben.

Wie kann ich selbst beurteilen, ob ein veganes Fertigfutter bedarfsdeckend für meinen Hund ist?

Als mündiger Tierbesitzer sollte man darüber informiert sein, was die Deklaration auf der Verpackung bedeutet.

Laut gesetzlich festgeschriebener Definition sind ausschließlich „Alleinfuttermittel“ in der Lage, den Bedarf an allen notwendigen Nährstoffen in der richtigen Menge zu decken. „Einzel“-und „Ergänzungsfuttermittel“ erfüllen diesen Anspruch nicht. Ihnen müssen Zutaten beigefügt werden, um einen Mangel zu vermeiden. Bei der Berechnung entsprechender Rezepte sind spezielle Ernährungsberater für Kleintiere behilflich.

Anhand der Zutatenliste kann man sich einen Eindruck von der Zusammensetzung des Futters machen. Verschiedene Rohstoffe stehen im Verdacht, Krankheiten zu verursachen. So möchten viele Hundehalter auf die Fütterung von glutenhaltigem Getreide verzichten, da diese immer häufiger als Allergieauslöser in den Blickpunkt geraten.

Auch Zusatzstoffe werden auf dem Etikett des Fertigfutters aufgelistet. Hierunter befinden sich die Stoffe, die nicht oder nicht ausreichend durch die pflanzlichen Zutaten geliefert werden konnten. Veganen Alleinfuttermitteln sollte zum Beispiel immer Taurin zugefügt sein. Auch der Zusatz anderer essentieller Stoffe wie Vitamin B12, Carnitin, Kupfer, Zink und einiger Aminosäuren lässt sich in der Regel nicht vermeiden. Fehlen Zusatzstoffe auf der Deklaration, die ein Alleinfuttermittel ausweist, ist es ratsam, einmal genauer bei den Herstellern nachzufragen und gegebenenfalls fehlende Stoffe zu ergänzen.

Interessant zu wissen: Die Verwendung von Zusatzstoffen ist auch bei nicht-veganen Futtermitteln unumgänglich und kein Merkmal mangelnder Qualität!

Worauf muss ich achten, wenn ich das vegane Futter für meinen Hund selbst zubereiten möchte?

Wie bereits erwähnt, gibt es viele hochwertige Rohstoffe auf pflanzlicher Basis, die den Hund mit gut verdaulichen Nährstoffen versorgen. Man sollte allerdings beachten, dass sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss verschiedener Stoffe gesundheitliche Probleme verursachen kann. Welche Zutat in welcher Menge verfüttert werden kann, sollte nicht willkürlich, sondern durch einen Ernährungsberater bestimmt werden.

Ganz allgemein kann man sagen, dass eine optimale vegane Ration aus gut verwertbaren Eiweiß-Lieferanten, qualitativ hochwertigen Kohlenhydraten und günstig zusammengesetzten Fetten besteht. Dabei verfügen Soja und Lupinen über eine gute Aminosäurenzusammensetzung. Kartoffeln, Süßkartoffeln, aber auch Pseudogetreide wie Amarant, Quinoa und Buchweizen liefern neben verschiedenen Vitalstoffen viel Energie. Öle wie z. B. Leinöl, Nachtkerzenöl und Distelöl wirken u. a. positiv auf die Haut, das Fell und das Immunsystem. Erst langsam in den Fokus gelangen die Fettsäuren EPA und DHA, die vom Hund aus Alpha-Linolensäure synthetisiert werden können, aber in natürlicher Form fast ausschließlich in Algen und Fisch vorkommen. Da die Syntheseleistung unserer Vierbeiner wahrscheinlich begrenzt ist, sollten in guten veganen Rationen EPA und DHA-haltige Algenprodukte ergänzt werden.

Eine günstige Auswirkung auf den hündischen Organismus haben viele Obst- und Gemüsesorten, die neben Fasern und Ballaststoffen auch zahlreiche Vitamine sowie Mengen- und Spurenelemente enthalten. Für eine optimale Verwertung sollten diese geraspelt, gemixt oder gekocht werden.

Beim Kochen gilt: Alle Zutaten, die auch vom Menschen erhitzt werden (Kartoffeln, Reis, Hirse usw.), sollten für unsere Vierbeiner ca. doppelt so lange im Wasserbad verbringen. So erreicht man die bestmögliche Verdaulichkeit.

Natürlich muss außerdem beachtet werden, dass einige Obst- und Gemüsesorten giftig sind und unter keinen Umständen im Futternapf landen dürfen! Hierzu zählen Zwiebeln, Knoblauch, Weintrauben, Rosinen, Avocados und rohe Kartoffeln.

Genau wie beim Fertigfutter müssen auch bei selbst zubereiteter Nahrung einige Stoffe zugesetzt werden. Hierfür gibt es spezielle Nahrungsergänzungsmittel in Pulverform, die Taurin und Co. liefern.

Wie kann ich herausfinden, ob mein Hund trotz veganer Ernährung gesund ist?

Unglücklicherweise wird der Einfluss der Ernährung auf die Gesunderhaltung unserer Haustiere noch häufig unterschätzt. Tatsächlich gibt es wissenschaftlich ermittelte Höchst- und Mindestwerte für alle relevanten Nährstoffe.

Es stellt sich die Frage, welche Tests eine Aussage darüber zulassen, ob der Hund durch seine Ernährung gut versorgt wird. Viele Tierärzte bieten dazu die Erstellung spezieller Blutbilder (häufig „Barf-Profil“ genannt) an, die aufzeigen sollen, ob alle Nährstoffe in der richtigen Menge zugeführt werden. Die Ergebnisse sind in der Regel leider nicht sehr aussagekräftig. Auf Kosten verschiedener Organfunktionen wird der Blutspiegel auch bei signifikantem Mangel oder Überschuss häufig noch über Jahre konstant gehalten. Dadurch können beispielsweise Knochen durch Abbau von Kalzium instabil werden, die Werte im Blut liegen aber noch im Referenzbereich. Dass tatsächlich etwas nicht stimmt, fällt häufig erst auf, wenn bereits Schäden entstanden sind. Sinnvoller ist es, im großen Blutbild u. a. die Organparameter zu überprüfen. Dadurch erhält man Hinweise darüber, ob Niere, Leber, Schilddrüse und andere Organe noch gut funktionieren. Alle können durch eine ungünstig zusammengesetzte Ration Schaden nehmen.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte die selbst praktizierte Fütterungsmethode von Beginn an kritisch hinterfragt werden.

Kann es sich bei meinem veganen Fertigfutter tatsächlich um ein Alleinfuttermittel handeln? Falls ich die Nahrung selbst zubereiten möchte, sollte ich mir Fragen stellen wie z. B.: Gibt es in meiner Nähe einen auf Tierernährung spezialisierten Fachmann? Ist dieser offen gegenüber der veganen Ernährung? Hat er Erfahrung? Die Rationsüberprüfung und ihre ggf. notwendige Anpassung durch ein Computerprogramm stellt den aktuellen Goldstandard bei der Beurteilung der Fütterungsqualität dar. Sie ist noch immer den anderen Testmethoden überlegen.

Fazit: Nichts spricht gegen eine gut geplante vegane Ernährung von Hunden

Werden die genannten Punkte beachtet, so steht die pflanzenbasierte Fütterung anderen Methoden in nichts nach. Unsere Hunde sind keine Wölfe mehr und haben sich der menschlichen Ernährungsweise angenähert. Die Verdauung gut aufgeschlossener pflanzlicher Rohstoffe stellt für den Hundedarm kein Problem dar. Die bedarfsgerechte Versorgung mit allen Nährstoffen ist durchaus machbar. Das Feedback zahlreicher Besitzer bestätigt, dass auch die vegane Ernährung einem gesunden, glücklichen und vor allem langen Hundeleben nicht entgegensteht.

Die Autorin dieses Artikels ist die Tierärztin Lisa Walther, erreichbar unter der E-Mail-Adresse info@dietpet.vet.

Hier findest Du weitere Infos zum Thema:„Welche Erfahrungen machen Tierärzte mit veganer Hundeernährung?“ Prof. Dr. Iben von der VetMed Wien über vegane Hundeernährung

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Welche Erfahrungen machen Tierärzte mit veganer Hundeernährung?

Welche Erfahrungen machen Tierärzte mit veganer Hundeernährung?

Der Tierarzt Dr. med. vet. Uwe Romberger und die Tierphysiotherapeutin und Fachberaterin für Tiergesundheit Christine Burggraf berichten über ihre Erkenntnisse bezüglich der rein pflanzlichen Fütterung von Hunden. Auch die Tierärztin Lisa Walther teilt in diesem Artikel ihre Erfahrungswerte mit Dir.

Hunde vegan ernähren – unsere Erfahrungen

Von Christine Burggraf (Fachberaterin für Tiergesundheit, Tierphysiotherapeutin für Physikalische Therapie) und Dr. med. vet. Uwe Romberger (Fachtierarzt für Kleintiere)

Bevor wir selbst vegan lebten…

Hunde vegan zu ernähren, das geht nicht. Das glaubten wir früher auch. Evtl. könnte man Hunde vegetarisch ernähren, meinten wir, ohne gründlich darüber nachzudenken. Vegetarisch, ohne Fleisch füttern, dann müssen keine anderen Tiere dafür sterben. Irrtum! Die Milch- und Eierproduktion verursacht ebenso wie die Fleischproduktion unendliches Tierleid! Vegetarische Ernährung bringt keinen wirklichen Vorteil, weder für die Tiere noch für die Umwelt und auch nicht für die Gesundheit.

Die meisten Menschen sind durch ihre Erziehung und ihre Gewohnheiten auf Mischkost geprägt. Das waren auch wir. Nach einer Zeit der Suche von Antworten auf verschiedene Fragen zu gesundheitlichen Aspekten, zu Umwelt- und Ernährungsproblemen und nicht zuletzt auf Fragen des Tierschutzes sowie nach einer Zeit der Beobachtung von Entwicklungen in unserer Umgebung entschieden wir Anfang 2015, uns selbst vegan zu ernähren.

Wie unser ganzes Rudel durch die Hündin Rosine vegan wurde

Zeitgleich zu dieser Entscheidung sollte ein neuer Hund in unsere Familie aufgenommen werden. Die weiße Whippethündin namens Rosine, die ein schwarzes Ohr hat, war neben einem Rüden die Kräftigste und Munterste in dem Wurf von fünf Welpen. Zumindest war das noch drei Wochen vor dem Zeitpunkt der Fall, als wir sie abholten…
Die Welpen hatten bis zu diesem Zeitpunkt nur Muttermilch erhalten. Doch dann wurde sie mit Fleisch und normalem Welpen-Trockenfutter zugefüttert. Wir nahmen eine überraschend ruhige, fast kümmerliche, kleine Welpengestalt in Empfang. In der nächsten Woche fraß Rosine jedes Futter genau ein Mal. Offensichtlich ging es ihr jedes Mal nach dem Essen nicht gut. Das sahen wir uns vier Tage lang an. Nach weiteren vier Tagen wussten wir, was los war. Das waren vier lange Tage voller Blutentnahmen, Röntgen, Ultraschall, Computertomographie und Gewebeprobenuntersuchungen bei einem Welpen, der fast nichts fraß und immer schwächer wurde! Es war für uns Tiermediziner eine lehrreiche Tierhaltererfahrung. Rosine litt an einem sehr seltenen Enzymdefekt im Harnstoffzyklus und konnte kein tierisches Eiweiß verarbeiten. Wir glauben, die kleine Whippethündin wäre gestorben, wäre sie nicht zu uns gekommen.

Das war ein Zeichen für uns! Rosine wurde ab sofort vegan, also rein pflanzlich ernährt und es ging ihr gut. Sie entwickelte sich zu einem ganz normalen Windhund, leistungsfähig und voller Lebensfreude.
Mit Rosine wurde unser ganzes Rudel vegan. Es bestand neben Rosine aus fünf weiteren Whippets, einem Italienischen Windspiel, einer Huskyhündin, ab 2016 aus einem weiterem Whippetwelpen und uns selbst.

Was man bei der rein pflanzlichen Ernährung beachten sollte

Um sich vegan gesund und richtig zu ernähren, sollte man sich mit seiner Ernährung und der Nahrung, die man zu sich nimmt, intensiv beschäftigen. Das gilt für unsere Hunde ebenso wie für uns Menschen.

Man kann sehr gut vegane Rationen selber frisch zusammenstellen und abwechslungsreich gestalten. Das ist jedoch aufwendig und man braucht einiges an Wissen, Zeit und Lust dafür.
Inzwischen gibt es glücklicherweise auch zahlreiche qualitativ hochwertige vegane Fertigfuttermittel; sowohl Feuchtfutter als auch Trockenfutter sowie vegane Hundesnacks.

Dem Hund ist es egal, woher er sein Eiweiß bekommt. Fleisch ist für die Hundeernährung nicht notwendig und ebenso wenig Milch und Eier. Wichtig bei der Hundefütterung ist, dass alle essentiellen Aminosäuren in der Nahrung enthalten sind. Diese sind lebensnotwendig und können vom Körper nicht selber hergestellt werden.
Es ist erstaunlich, wie gut rein pflanzliche Kost den Hunden schmeckt. Einige ausgewählte Proteinquellen seien hier aufgezählt: Soja/Tofu, Seitan aus Weizen, Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen und Bohnen sowie Kartoffeln. Wir haben bei uns selber und bei drei unserer 9 Hunde eine Soja/Tofu-Unverträglichkeit bemerkt, die sich in Verdauungsstörungen äußerte. Es ist jedoch überhaupt kein Problem auf diese Eiweißquelle zu verzichten.

Eiweißunverträglichkeiten und Allergien auf Fleisch und Milch sind inzwischen bei Hunden, die tierische Proteine bekommen, sehr weit verbreitet. Pflanzliche Eiweiße bieten eine sehr gute und gesunde Alternative für die Ernährung.

Alle Nährstoffe müssen in ausreichender Menge im Futter für den Hund vorhanden sein. Gerade pflanzliche Fette mit einem Verhältnis der Fettsäuren Omega 3 zu Omega 6 bis 1:6 sind für Hunde ebenso gesund wie für Menschen.

Tierische Eiweiße und Fette haben inzwischen den Ruf, krank zu machen und Krebs auszulösen. Viele der „modernen“ Krankheiten bei Menschen und Hunden sollen durch Nahrungsmittel tierischer Herkunft hervorgerufen werden. Auch vegetarische Ernährung enthält tierisches Eiweiß und tierische Fette in Milch, Milchprodukten und Eiern. Die vegane Ernährung ist nachweislich die gesündeste Ernährung für Menschen und Hunde.

Für die menschliche Nahrung und für Hundefutter müssen immer noch zahllose Nutztiere leiden und sterben. Diese „Nahrungstiere“ müssen bis zu ihrem Tod mit wesentlich mehr Pflanzen ernährt werden, als wenn man diese Pflanzen sofort für die Menschen- und Hundeernährung anbauen würde. Alle Menschen könnten so gesund ernährt werden und niemand müsste ein schlechtes Gewissen bei der Fütterung seines Hundes haben. Wir möchten nicht ausrechnen, wie viele „Futtertiere“ sterben müssten, wenn wir unsere neun Hunde nicht vegan ernähren würden!

Unser Fazit zur veganen Lebensweise bei Hund und Mensch

Wir sind mit all unseren Hunden voller Freude sportlich aktiv. Die vegane Ernährung beeinflusst die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit positiv. Niemand in unserem Rudel leidet an Übergewicht und an anderen „Zivilisationskrankheiten“. Die Kombination aus Lebensfreude, gesunder Ernährung und maßvoller körperlicher Aktivität ist der Schlüssel für menschliches und tierisches Wohlbefinden!

Dr. med. vet. Uwe Romberger, erreichbar unter der E-Mail-Adresse dr.uwe-romberger@tierklinik-regensburg.de und Christine Burggraf, erreichbar unter christine-burggraf@tierphysiotherapie-regensburg.de.

Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Thema vegane Hundeernährung – im Studium, im Beruf und Privatleben

Von Tierärztin Lisa Walther

Dass ich einmal Tierärztin werde, war wahrscheinlich schon immer klar. Bereits als kleines Kind hatte ich ein sehr großes Interesse an Tieren und wunderte mich, dass es meinen gleichaltrigen Freunden nicht genauso ging.
Viele Jahre später ging ich tatsächlich zur Uni und war anfangs voller Ideale. Für mich war vollkommen klar, dass Veterinäre dafür da sind, Tiere zu beschützen und zu heilen. Ich war damals bereits Vegetarier und wurde bald zum Veganer. Leider wurde ich während des Studiums schnell desillusioniert

Eine einzige Lehrstunde über Tierschutz stand vielfachen Lehrinhalten zur Tierhaltung, Euter- und Klauengesundheit, Lebensmittel- und Fleischhygiene, Milch, Bestandsbetreuung usw. entgegen. Ein Großteil der Kommilitonen belächelte und verspottete hoffnungslose Romantiker wie mich, die ausschließlich an das Tierwohl dachten. Die Professoren redeten vor allem über wirtschaftliche Faktoren und über die sogenannten Nutztiere, die so widerstandsfähig wie machbar seien müssen, um den größtmöglichen Ertrag erzielen zu können.

Ich zweifelte lange an meinem Berufsstand, entschied mich aber dafür, mir selbst treu zu bleiben. Mit der Spezialisierung auf den Bereich Tierernährung beschäftigte ich mich zusehends mit der veganen Fütterung unserer Haustiere. Und entschied mich dazu, meine Hunde (die zuvor gebarft wurden) versuchsweise vegan zu bekochen.
Die Kritik anderer Menschen war groß, das Verständnis gering. Meine Vierbeiner nicht artgerecht zu behandeln war ein häufig gehörtes Argument. Aber ich lernte schnell, dass das einfach nur kleingeistige Gedankengänge sind.
Meine Hunde vertrugen die neuen Mahlzeiten nämlich super und leeren auch heute noch mit großem Appetit ihren vegan gefüllten Futternapf. Sie sind gesund, riechen nicht unangenehm, verlieren nicht ungewöhnlich viel Fell, glänzen aber ganz wunderbar. Die Verdauung funktioniert noch etwas besser als beim Barfen. Zahlreiche Hundebesitzer konnten mir bestätigen, dass sie ganz ähnliche Erfahrungen gemacht hatten. Einige chronisch erkrankte Vierbeiner gesundeten sogar durch die vegane Ernährung.
Die Frage, ob das denn nun alles artgerecht sei, stellt sich mir selbst mittlerweile nicht mehr. Man spürt, wenn seine Vierbeiner glücklich sind und das zeigen sie mir jeden Tag. Ab und an fängt meine Romi eine Maus, trägt sie ein paar Meter mit sich und setzt sie wohlbehalten vorm nächsten Mauseloch ab. Sie ist eben kein Wolf, sondern ein ganz normaler Hund, der seine veganen Mahlzeiten liebt.

Tierärztin Lisa Walter, erreichbar unter der E-Mail-Adresse info@dietpet.vet.

Weitere Infos zu diesem Thema findest du in dem Artikel „Was muss ich beachten, wenn ich meinen Hund vegan füttern will?“ von Lisa Walther.

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Hast Du bereits positive Erfahrungen mit veganer Hundeernährung gemacht? Verrate es uns gerne in den Kommentaren!

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Über das Magazin

Nadine Stahlschmidt, Gründerin und Inhaberin von love & peas Nadine Stahlschmidt, Gründerin und Inhaberin von love & peas

Dieses Magazin gehört zu Nadine Stahlschmidts Onlineshop love & peas – dem Shop für veganes und tierfreundliches Hunde- und Katzenfutter. Unsere Artikel informieren über vegane Tiernahrung. Außerdem bieten wir Dir interessanten Content rund um die Themen Veganismus und Tierrecht.